Es ist schon einige Zeit her, dass ich ein richtig gutes Ragù gemacht habe und deshalb musste es einfach mal wieder sein. Und natürlich gab es das Ragù nicht wie in Deutschland üblich zu Spaghetti sondern klassisch zu hausgemachten Tagliatelle.
Zutaten (für das Ragù)
Zuerst werden die gehackten Zwiebeln mit der Butter und dem Öl bei mittlerer Hitze angeschwitzt bis sie glasig sind. Danach kommen Möhren und Sellerie dazu und schwitzt zwei Minuten mit an, so dass das gesamte Gemüse gut mit dem Fett überzogen ist.
Nun wird das Rindfleisch mit einer großen Prise Salz und einer kleineren Prise Pfeffer zugegeben. Das Fleisch zerkrümelt man am besten mit einer Gabel und gar so lange, bis das gesamte Fleisch nicht mehr roh ist.
Als nächstes wird die Milch zugegeben und unter häufigem Rühren so lange gekocht, bis sie wieder komplett verdampft ist. Danach wird eine kleine Prise frisch geriebene Muskatnuss zugegeben und umgerührt.
Nun wir der Wein dazu gegossen und wird langsam verdampft und danach werden die Tomaten zugegeben. Sobald die Masse mit den Tomaten kocht, wird die Hitze zurückgedreht, so dass nur noch gelegentlich Blasen aufsteigen (meist niedrigste Stufe).
Diese Masse lässt man so nun mindestens drei Stunden köcheln. Die Soße wird dabei trocken und das Fett trennt sich vom Fleisch. Wird die Masse zu trocken, gibt man 1/8 l Wasser dazu und verrührt wieder. Am Schluss sollte kein Wasser mehr im Topf sein.
Zum Schluss wird das Ragù nur noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, mit den frischen Tagliatelle vermischt und mit frisch geriebenen Parmesan serviert. Dieser Klassiker ist zwar sehr zeitaufwändig herzustellen, aber er ist es defititiv wert.
Das obige Rezept ist wieder stark an dem von Marcella Hazan aus dem Buch Die klassische italienische Küche angelehnt. Auch ich verwende Weißwein für das Ragù. Natürlich kann man auch gerne Rotwein dafür heranziehen. Was einem besser schmeckt, muss man einfach ausprobieren. Es gibt hier kein richtig oder falsch, außer natürlich man streitet sich darüber mit einer italienischen Mama, die das Gegenteil von dem macht, was man selbst macht und davon überzeugt ist
Über die Nudeln habe ich an anderer Stelle (z.B. hier oder hier) schon genug geschrieben und deshalb verzichte ich hier auf eine detaillierte Anleitung und zeige nur noch die abschließenden Bilder.
Der Wein im Hintergrund ist übrigens ein Amarone. Diese Sorte Wein, ist einer meiner absoluten Favoriten. Der Wein wird aus getrockneten Valpolicella-Trauben gekeltert. Er ist zwar nicht günstig, aber unheimlich lecker!